Gewalterfahrungen durch kriminelles Handeln können sehr vielfältig sein und umfassen unter anderem häusliche Gewalt, sexualisierte Übergriffe, weitere Formen der Körperverletzung und Sachbeschädigung, Betrug, Mobbing, Raub und Diebstahl, Stalking.
Zur Unterstützung von Opfern von Kriminalität finden sich mittlerweile zahlreiche erprobte Hilfesysteme. Besonders erwähnenswert ist dabei zum Beispiel der Verein WEISSER RING dessen Ziel die Hilfe für alle Opfer von Kriminalität ist oder die Unterstützung durch den Opferschutz der jeweiligen Landespolizei. In den letzten Jahren standen wir immer wieder im Austausch mit dem Verein, sowie Opferschutzbeauftragen der Polizeibehörden und kooperieren bei der psychologischen Unterstützung von Kriminalitätsopfern wie auch in der Beratung von Hilfesystemen, Supervision und dem professionellen Handeln von Helfenden.
Als weitere Gewaltform ist Terrorismus in Europa ein ständiges Sicherheitsrisiko geworden. Opfer von Terrorismus haben aufgrund der Art und den Umständen der Gewalterfahrung mitunter besondere Bedürfnisse um eine Verarbeitung gelingen zu lassen. Die Europäische Kommission hat daher ein Projekt durchgeführt, mit dem die Expertise von nationalen Behörden und weiteren Unterstützungssystemen gestärkt werden sollen. Als Experten für den Bereich Psychotrauma haben wir kürzlich an einem Training der Europäischen Kommission zu posttraumatischen Symptomen, die charakteristisch für Opfer von Terrorismus sind, und spezialisierten Hilfsangeboten teilgenommen. In der Folge haben wir uns durch die Europäische Kommission für den Umgang mit Opfern von Terrorismus zertifizieren lassen.
Auch wenn Terrorereignisse vergleichsweise seltene Gewaltformen sind ist eine umfassende Unterstützung von Opfern für den Erhalt bzw. die schnelle Wiederherstellung der Gesundheit wesentlich.
